Michael vom Baur presents his short study „Power Generation in MV“ at the VDI Energietagung Rostock.

Stromerzeugung in MV 2016
Dipl.-Ing (VDI) Michael vom Baur hat eine Kurzstudie „Stromerzeugung in MV 2016“ erstellt, um die aktuelle Nutzung der im Lande erzeugten regenerativen Energien abzuschätzen. Auf Basis von hochaufgelösten Daten des Übertragungsnetzbetreibers 50 Hertz Transmission GmbH (1/4 Std) wird darin die regenerative Stromerzeugung (Wind, PV, Biomasse) in MV dem Lastgang gegenübergestellt, mit eindrucksvollen Ergebnissen: MV produziert bilanziell schon heute doppelt so viel Strom (davon 70% regenerativ), wie im Land verbraucht werden kann. 60% der bilanziellen Wind- und Solarstromüberschüsse fallen allerdings in nur 12% der Jahresstunden an (überwiegend „Windstromböen“ von bis zu 3 GW Leistung), während in 40% der Zeit nicht genügend regenerativer Strom für die Eigenversorgung des Landes zur Verfügung steht (in fast 800 Stunden gab es wetterbedingt so gut wie keinen Wind – und Solarstrom).
In den Zeiten dieser stoßweisen Stromexporte sind die Preise an der Strombörse meist niedrig oder sogar negativ, da dann auch aus anderen Windkraftregionen viel Überschussstrom ins Netz drängt. Zur Speicherung würden an einem einzigen typischen Überschusstag in MV knapp 1.400 Batteriespeicher (Größe WEMAG Schwerin), 200.000 Tesla-Autobatterien oder mehr als 13 Wärmespeicher für eine Stadt wie Rostock benötigt. Eine wirtschaftliche Nutzung dieser Stromböen ist daher eine Riesenaufgabe, die es jetzt vorrangig vor einem weiteren Windkraftausbau in MV zu lösen gilt.
Die Studie ist als Anstoß und Beitrag zu einer fakten- und ergebnisorientierten Debatte über technische Lösungsansätze und die künftige Energiepolitik im Lande gedacht. Michael vom Baur stellte die Ergebnisse am 25.9.2017 dem VDI-AK Energie vor, auf der VDI-Konferenz „Die Energiewende in unserem Land“ am 12.10.2017 in Rostock wurden sie ebenfalls angesprochen.

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